Urlaub in den Niederlanden wird 2026 leider teurer. Denn Unterkünfte wie Hotels oder private Ferienwohnungen werden nunmehr mit dem regulären Steuersatz von 21 Prozent belastet. Der ermäßigte Steuersatz gilt nur noch für Camping im eigenen Zelt oder Wohnmobile. Damit die Städtereise nach Amsterdam dennoch erschwinglich bleibt, haben wir hier einige Tipps für Low-Budget-Reisende.

Günstig übernachten in Amsterdam

Die Unterkunft verschlingt oft den größten Teil des Reisebudgets. Dementsprechend ist das Sparpotenzial hier am größten. In Amsterdam bedeutet das, vor allem auf Hostels, kleine Pensionen oder Gästehäuser in Randbezirken unterzukommen. Stadtteile wie Noord, Sloterdijk oder Zuidoost sind verkehrstechnisch optimal angebunden, sodass man innerhalb weniger Minuten im Zentrum ist. Noch größer ist die Ersparnis bei der Unterkunft, wenn man die Hauptsaison meidet und eher im Herbst oder Winter seinen Aufenthalt plant. Besonders lukrativ ist der Frühling, da die Temperaturen mild und die Preise moderat sind. Ebenso ist der Frühling die regenärmste Zeit des Jahres.

Wer nicht gerade ein Pärchen-Wochenende oder einen Familienurlaub plant, kann sich für einige Tage auch in einer Gemeinschaftsunterkunft einquartieren. Der Verzicht auf Privatsphäre macht sich in der Urlaubskasse deutlich bemerkbar.

Preiswerte Anreise und Mobilität vor Ort

Mit dem Auto nach Amsterdam? Keine gute Idee! Nicht nur sind Parkplätze rar gesät, auch die Preise für selbige sind astronomisch hoch. Sehr viel teurer sind zudem Benzin und Diesel in den Niederlanden im Vergleich zu Deutschland. Unterschiede von 20-30 Cent pro Liter sind keine Seltenheit. Entlang der Autobahnen sind Preise jenseits der 2-Euro-Marke ohnehin längst Standard.

Für Low-Budget-Reisende kommt daher eigentlich nur die Anreise per Zug oder Bus infrage. Mit einem Nachtzug kann die erste Übernachtung sogar gespart und der Reisestress gering gehalten werden. Innerhalb Amsterdams kann auf den öffentlichen Nahverkehr ausgewichen oder zu Fuß gegangen werden. Gerade das Zentrum ist fußläufig oder mit dem Fahrrad am besten zu erkunden. Mit dem Rad durch Amsterdam sollte ohnehin auf der Bucket-List stehen und ist gegen kleines Geld praktisch an jeder Ecke möglich.

Essen und Trinken ohne hohe Ausgaben

Amsterdam ist natürlich sehr touristisch, besonders im Zentrum. Hier reiht sich ein Restaurant ans nächste. Empfehlenswert sind sie natürlich alle, doch mit Blick auf die Preise breitet sich schnell Stirnrunzeln aus. Günstiger ist es, in Vierteln zu speisen, in denen sich viele Studierende sowie Einheimische aufhalten. Die Preise sind hier deutlich fairer kalkuliert, etwa der Albert-Cuyp-Markt.

Supermärkte sind ebenfalls eine preiswerte Alternative zum teuren Auswärtsessen. Wer zudem nicht im Standardhotel übernachtet, kann sich in einer privaten Ferienunterkunft auch selbst verköstigen und somit bares Geld sparen, das für andere Dinge investiert werden kann.

Kostenfreie Sehenswürdigkeiten

Amsterdam lässt sich auch ohne teure Eintrittskarten intensiv erleben. Ein Spaziergang entlang der Grachten ist in dem Sinne ohnehin unbezahlbar und vermittelt einen unverblümten Eindruck der Stadtgeschichte. Besonders in den frühen Morgenstunden oder am Abend zeigt sich Amsterdam von seiner ruhigen Seite. Parks wie der Vondelpark oder der Westerpark laden zum Verweilen ein. Hier finden im Sommer zudem häufig kostenfreie Veranstaltungen statt.

Märkte zählen ebenfalls zu den kostenlosen Highlights. Der Blumenmarkt auf dem Singel oder der Noordermarkt geben Einblicke in das lokale Leben. Architekturinteressierte entdecken in Stadtteilen wie De Pijp oder Oost zahlreiche Jugendstilbauten. Auch das Viertel Jordaan überzeugt mit engen Gassen und kleinen Plätzen, ganz ohne Eintritt zahlen zu müssen.

Kanalrundfahrten bei flagshipamsterdam.com/de sind beispielsweise zwar nicht kostenlos, bieten aber die Möglichkeit, gegen kleines Geld die Stadt sowie zahlreiche Aktivitäten vom Wasser aus zu erleben. Eine Bootsfahrt über die Grachten ist somit eine kostengünstige Möglichkeit, die Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben.

Kultur ermäßigt genießen

Museen gelten als teuer, doch es gibt Sparmöglichkeiten. Viele Häuser gewähren an bestimmten Tagen freien Eintritt oder reduzierte Preise am Abend. Studierende und junge Reisende profitieren oft von Ermäßigungen. Die Museumkaart rechnet sich bereits ab wenigen Besuchen, vor allem bei einem längeren Aufenthalt.

Kostenlose Galerien und Ausstellungen ergänzen das Kulturangebot. Besonders im Bereich zeitgenössische Kunst finden regelmäßig wechselnde Präsentationen statt. Auch Bibliotheken wie die Openbare Bibliotheek Amsterdam laden zum Besuch ein. Von der Dachterrasse eröffnet sich ein weiter Blick über die Stadt – und zwar kostenlos!

Sparsam einkaufen und Souvenirs finden

Souvenirläden im Zentrum verlangen oft hohe Preise. Secondhand-Läden und Flohmärkte stellen eine günstige Alternative dar. Besonders der Waterlooplein-Markt ist bekannt für Kleidung, Schallplatten und kleine Mitbringsel. Dort lassen sich individuelle Erinnerungsstücke zu fairen Preisen finden.

Lokale Designmärkte zeigen handgefertigte Produkte, oft direkt von den Herstellern. Die Preise sind transparenter und die Qualität überzeugt. Wer auf Markenartikel verzichtet, schont das Reisebudget und unterstützt gleichzeitig lokale Anbieter.

Kostenlose Events und Stadtleben genießen

Das kulturelle Leben in Amsterdam spielt sich häufig im öffentlichen Raum ab. Straßenmusik, kleine Festivals und Nachbarschaftsfeste gehören zum Alltag. Informationen zu aktuellen Veranstaltungen finden sich in lokalen Zeitungen oder auch online.

Im Sommer verwandeln sich Plätze und Parks in Treffpunkte für Filmabende oder Konzerte. Der Eintritt entfällt meist. Auch Universitäten organisieren Vorträge und Diskussionen, die öffentlich zugänglich sind. So lässt sich das Stadtleben intensiv erleben, ohne zusätzliche Ausgaben einzuplanen.

Kategorien: Allgemein